Dieser Song begann nicht mit einer Idee, sondern mit einem Bild.
In meiner Bibliothek steht eine einfache Holzfigur – eine Frau mit einem Kind. Still, aufrecht, ohne jede Inszenierung. Und doch lag in ihr etwas, das sich nicht erklären lässt. Etwas Ursprüngliches. Etwas, das größer ist als jede Geschichte.
Ich begann darüber nachzudenken, wer sie sein könnte – nicht als reale Person, sondern als Symbol. So entstand „Eva“. Nicht die biblische Figur, sondern eine Frau am Anfang von allem. An der Schwelle zwischen Hominid und Mensch. Stark, ruhig, ohne Worte – und doch voller Bedeutung.
In dieser Vorstellung wurde sie zur Mutter aller Menschen. Nicht im wörtlichen Sinn, sondern als Ursprung. Als Erinnerung daran, dass wir alle aus demselben Anfang kommen.
Der Song erzählt genau davon. Von dieser ersten Stärke. Von diesem leisen Anfang. Und von der Frage, warum wir im Laufe der Zeit vergessen haben, was uns eigentlich verbindet.
Das gesprochene Outro ist dabei der Kern des Ganzen:
„Vergiss nicht, wo du herkommst.“
Vielleicht ist das die einfachste Wahrheit – und gleichzeitig die, die wir am häufigsten überhören.
Sie steht im Wind aus Staub und Licht
Erde und Zeit in ihrem Gesicht
Kein Name ruft kein Weg ist ihr gegeben
Nur Stille ihr Wille ihr Streben
Barfuß auf Stein der älter ist als Zeit
In ihren Augen liegt Unendlichkeit
Kein Königreich kein Thron kein Versprechen
Nur Herz und Kraft die niemals brechen
Kein Schatten der sie je verlässt
Kein Feuer das sie ganz zerbricht
Sie trägt die Last der ersten Schritte
Und schweigt archaisch kraftvoll schlicht
Durch Nacht und Glut durch Schmerz und Zeit
Wächst aus ihr leise Ewigkeit
Kein Ruf nach Ruhm nur der Erde Klang
Nur Schritt für Schritt der Zeit entlang
Und irgendwo in ihrem Sein
Beginnt aus einem Herz ein Wir
Was einst allein im Staub entstand
Wird zum Jetzt zum Sein zum Hier
Wir sind die Kinder Evas
Aus ihrem Blut aus ihrer Kraft entfacht
Wir tragen ihre Spuren
An jedem Tag in jeder Nacht
Wir sind die Kinder Evas
Aus einem Herz geboren
Was einst in ihr begann
Geht niemals ganz verloren
Aus ihren Händen wächst die Zeit
In tausend Stimmen weit verstreut
Gesichter die einander fremd
Und doch aus einem Ursprung sind
In jedem Blick ein Teil von ihr
In jedem Herz ein leises Wir
Vergessen wer wir wirklich sind
Und doch vergraben tief in uns
Wir bauen Mauern aus Angst und Schmerz
Vergessen oft was uns vereint
Doch unter allem was uns trennt
Schlägt doch noch ihr Herz
Und wenn wir still in uns hinein
Für einen Augenblick nur hören
Dann spüren wir was uns verbindet
Und was wir nie verlieren können
Und irgendwo in unserem Sein
Erinnert sich ein leises Wir
An eine Zeit vor all dem Lärm
In dem wir uns verlieren
Wir sind die Kinder Evas
Aus ihrem Blut aus ihrer Kraft entfacht
Wir tragen ihre Spuren
An jedem Tag in jeder Nacht
Wir sind die Kinder Evas
Aus einem Herz geboren
Was einst in ihr begann
Geht niemals ganz verloren
Vergiss nicht wo du herkommst
Nie zapominaj skąd pochodzisz
Don’t forget where you come from
Wir sind die Kinder Evas
Aus ihrem Blut aus ihrer Kraft entfacht
Wir tragen ihre Spuren
An jedem Tag in jeder Nacht
Wir sind die Kinder Evas
Aus einem Herz geboren
Was einst in ihr begann
Geht niemals ganz verloren