Der arme Milliardär
Veröffentlichungsdatum: 8. Februar 2026
Veröffentlichungsdatum: 8. Februar 2026
Dieser Song entstand in einer Zeit,
in der politische Debatten wieder einmal sehr deutlich gezeigt haben,
wie unterschiedlich Realität wahrgenommen wird.
Auf der einen Seite wird Menschen erzählt,
sie würden zu wenig arbeiten,
zu oft krank sein,
nicht genug leisten.
Auf der anderen Seite wird laut geklagt,
wenn es um Vermögenssteuern geht
oder darum, sehr große Reichtümer stärker zu besteuern.
Und plötzlich entsteht ein Bild,
in dem diejenigen, die alles haben,
sich selbst als die eigentlich Benachteiligten darstellen.
Diese Widersprüche haben mich nicht nur irritiert –
sie haben mich zum Lächeln gebracht.
Ein bitteres Lächeln.
„Der arme Milliardär“ ist genau daraus entstanden:
als satirischer Blick auf eine Welt,
in der sich Perspektiven manchmal komplett umdrehen.
Ein Lied, das überzeichnet, zuspitzt, provoziert –
und dabei eine einfache Frage stellt:
👉 Wer trägt eigentlich wirklich die Last?
Es ist kein Angriff auf einzelne Menschen.
Sondern ein Spiegel für ein System,
das oft nur aus einer bestimmten Perspektive erzählt wird.
Und manchmal hilft genau das:
ein bisschen Humor…
um die Absurdität sichtbar zu machen.
Der arme Milliardär sitzt in seiner Yacht
Er weint ganz bitterlich bei Champagner bei Nacht
Das Leben ist so ungerecht so kalt so schwer
Ein armer Mensch hat es doch leichter als er
Er klagt über Steuern die ihn ruinieren
Das Geld auf dem Depot erdrückt ihn hier
Gewinn versteuern – oh NEIN
Das ist Raub schreit er ganz allein
Der Staat klopft leise an die Tür
Er nennt es ungerecht und schreit "Wofür"
Der arme Milliardär
Niemand leidet so sehr
Er trägt die Welt auf seinen Schultern
Sagt er immer wieder gern
Der arme Milliardär
So missverstanden so fair
Der Reichtum tut so weh
Doch er kämpft er ist zäh
Er rettet die Welt mit Spende und Applaus
Mit Blitzlicht und Goldrand oben drauf
Im eigenen Land hungern Kinder leis und stumm
Doch sein Name glänzt auf jeder guten Tat herum
Großzügigkeit als saubere Steuerbilanz
Ein Ablasshandel aus Gold und Glanz
Er nennt sich selbstgemacht stolz und geschniegelt fein
Geboren auf der Zielgeraden will Sieger sein
Die Leiter nennt er Leistung spricht von fairer Pflicht
Dass sie seit Generationen trägt das sieht er nicht
Demokratie ist für ihn nur ein Wort
Entscheidungen fallen gemütlich beim Golf
Der arme Milliardär
Niemand leidet so sehr
Er trägt die Welt auf seinen Schultern
Sagt er immer wieder gern
Der arme Milliardär
So missverstanden so fair
Der Reichtum tut so weh
Doch er kämpft er ist zäh
Man sagt wir müssen mehr arbeiten
Weniger krank sein
Weniger leben
Work Life Balance und Mindestlohn - eine solche Gefahr
Für den Wohlstand
Nicht für unseren natürlich
Nur so können wir dem armen Milliardär helfen
Und ihn wieder glücklich machen
Der arme Milliardär
Niemand leidet so sehr
Er hat alles
Und hätte so gerne noch mehr
Nur noch ein bißchen mehr